Programm Bahnausbau Region München – Auch der Münchner Westen profitiert – Bernhard: „Verkehrssystem am absoluten Anschlag“

Belastbaren Prognosen zufolge werden im Großraum München bis 2030 rund 400.000 Menschen mehr leben. Das erfordert noch leistungsfähigere Verkehrswege, insbesondere beim öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). „Schon jetzt ist in München das gesamte Verkehrssystem, ob Schiene oder Straße, am absoluten Anschlag“, stellt der Landtagsabgeordnete für den Münchner Westen Staatsminister a.D. Dr. Otmar Bernhard fest. „Darunter leiden alle, insbesondere Berufspendler und die Umwelt, wenn ich nur an die aktuelle Debatte um Stickstoffdioxid und Dieselfahrverbote denke.“ In der Sitzung am 15. März des Wirtschaftsausschusse des bayerischen Landtags hat der bayerische Verkehrsminister Joachim Herrmann über das Programm Bahnausbau Region München informiert.

Insgesamt stehen derzeit beim Programm Bahnausbau Region München 28 Maßnahmen im Fokus, 23 sind in Planung bzw. in Bau. Davon profitiert auch der Münchner Westen. So wird der Ausbau der S4 West geplant, die Inbetriebnahme soll 2030 sein. Bernhard als Mitglied des Wirtschaftsausschusses, der sich schon lange für eine Taktverdichtung und einen Ausbau auf dieser Strecke stark macht, ist das zu spät. Der CSU-Politiker hofft, dass dieses Vorhaben früher als geplant abgeschlossen werden kann: „Die S-Bahnstrecke 4 zählt zu den am meisten frequentierten Linien im westlichen S-Bahnnetz und ist ständig überlastet. Die Fahrgäste sind gepeinigt von dauernden Überfüllungen und Verspätungen, nicht nur morgens zur Hauptverkehrszeit. Das ist nicht mehr länger hinnehmbar.“ Im Zuge der Maßnahmen soll auch der Engpass am Westkopf Pasing beseitigt werden, weil dieser häufig Verspätungen verursacht. Auch fordert Dr. Bernhard nachdrücklich, dass die U-Bahn von Pasing nach Freiham weitergebaut wird.

Was die von Staatsminister Joachim Herrmann in Aussicht gestellte Machbarkeitsstudie für einen möglichen Halt der S2 an der Berduxstraße zwischen Laim und Obermenzing betrifft, so erwartet Bernhard, dass im Laufe des nächsten Jahres ein positives Ergebnis vorliegt. „Bei dem Neubaugebiet an der Paul-Gerhardt-Allee mit 5.500 Wohnungen und etwa 1.000 neuen Arbeitsplätzen muss von Beginn an Ziel sein, den motorisierten Individualverkehr auf öffentliche Verkehrsmittel zu verlagern“, fordert der CSU-Landtagsabgeordnete.

Bernhard begrüßt, dass mit dem Bau der 2. S-Bahn-Stammstrecke ein Schlüsselprojekt zur Ertüchtigung des gesamten S-Bahnnetzes in der Metropolregion München begonnen wurde. Die Inbetriebnahme der
2. Stammstrecke erlaubt eine umfangreiche Angebotsoffensive bei der S-Bahn, wie z.B. erhebliche Kapazitätserweiterungen, Erreichbarkeit der Münchner Innenstadt auch bei Störungen auf einer Stammstrecke und ganztägiger 15-Minuten-Takt auf 8 von 12 Außenästen.