Flüchtlingsunterkunft Langwied: CSU Politiker aus dem Westen fordern Änderung des Unterbringungskonzepts

CSU Politiker aus dem Münchner Westen (MdL Dr. Otmar Bernhard, Stadtrat Hansi Sauerer, Bezirksrätin Barbara Kuhn sowie der Vorsitzende des BA 22 Aubing-Lochhausen-Langwied Sebastian Kriesel) haben in einem Gespräch mit der Regierungspräsidentin von Oberbayern, Frau Brigitta Brunner, und mit dem Sozialreferat der Landeshauptstadt München eine Änderung des Unterbringungskonzeptes gefordert.

Entgegen der ursprünglichen Zusage, in Langwied schutzbedürftige Familien unterzubringen, wurden zwischen Weihnachten und Neujahr – „bei Nacht und Nebel“, wie dies von der Bevölkerung wahrgenommen wurde – dort 200 Afrikaner eingewiesen. Offenbar deshalb, weil viel weniger Flüchtlingsfamilien ankommen, die Landeshauptstadt München bisher ihr Unterbringungskontingent nicht erfüllt und die Einrichtung in Langwied jetzt bezugsfertig wurde. Die Flüchtlinge mussten ersichtlich nach der Frist von sechs Monaten ihre bisherigen Erstaufnahmeeinrichtungen räumen. Trotz aller Sachzwänge habe die jetzige Art der Belegung entgegen der früheren Zusage bei der Bevölkerung massiven Ärger und auch Ängste ausgelöst, so die Politiker.

Die CSU-Mandatsträger verlangen deshalb mit allem Nachdruck, dass die restlichen, derzeit noch zur Verfügung stehenden 50 Plätze mit Familien belegt werden und im Rahmen des Möglichen die Familienbelegung ausgeweitet wird. Eine weitere Forderung ist es, den Sicherheitsdienst nicht nur nachts, sondern 24 Stunden zu gewährleisten. Die Polizei bitten die Politiker, die Umgebung der Einrichtung verstärkt zu beobachten. Die Einrichtung ist inzwischen von der Regierung an die Landeshauptstadt München übergeben worden. Bisher gab es nach Auskunft der Leiterin keine besonderen Vorkommnisse. Demnächst findet auf Bitten der Politiker auch eine Info-Veranstaltung für die Bevölkerung vor Ort statt.

Die Zahl der unterzubringenden Flüchtlinge hat zwar ganz erheblich abgenommen, trotzdem kommen in Bayern monatlich durchschnittlich 2.500-3.000 neue Flüchtlinge an. Da die sogenannten „Fehlbeleger“, also die Flüchtlinge die eigentlich aus den Einrichtungen ausziehen müssten, auf dem Wohnungsmarkt kaum Wohnraum finden, sind immer noch neue Unterkünfte notwendig. Insgesamt sind im letzten Jahr in Bayern 155.000 Asylbewerber angekommen.