Dornier-Eigenheimer und Maibaumverein St. Markus im Landtag – „Wahnsinniger Druck auf München“ – Bernhard fordert Ausbau der Verkehrsinfrastruktur

Interessante Stunden im Bayerischen Landtag erlebten kürzlich Mitglieder der Siedlervereinigung Dornier-Eigenheimer und des Maibaumverein St. Markus aus München-Neuaubing. Eingeladen hatte sie der Landtagsabgeordnete für den Münchner Westen Staatsminister a.D. Dr. Otmar Bernhard.

Am Beginn stand ein Film über die Arbeit des Bayerischen Landtags. Dass die eigentliche Arbeit in den Ausschüssen stattfindet, diese normalerweise öffentlich tagen und dort die Plenarsitzungen vorbereitet werden, war für viele neu. Dann ging es für Bernhards Gäste hoch hinaus. Von der Besuchertribüne aus verfolgten sie die laufende Plenardebatte. Ministerpräsident Seehofer hatte kurz vorher seine Regierungserklärung zur Digitalisierung „Bayern Digital II – Chancen, Lebensqualität, Sicherheit“ abgegeben.

Bei der sich anschließenden Diskussion der Besuchergruppe mit Dr. Otmar Bernhard standen die Themen Verkehr und Wachstum im Mittelpunkt. „Es ist ein wahnsinniger Druck auf München“, erklärte Bernhard, „belastbaren Prognosen zufolge werden bis 2030 mehr als 1,8 Millionen Menschen München leben. Das wird viele Probleme verschärfen, wir brauchen dringend mehr Wohnungen und eine bessere Verkehrsinfrastruktur.“ Letztere hinke der Entwicklung um 25 Jahre hinterher, „genauso lange hatten wir eine rot-grüne Stadtregierung in München“, kritisierte Bernhard. „In Freiham werden bald 25.000 Menschen wohnen, eine vernünftige Erschließung kann nur mit der U-Bahn erfolgen, denn diese ist witterungsunabhängig und hat deutlich höhere Kapazitäten als eine Straßenbahn.“ Zudem wünsche sich die Stadt Germering auch die U-Bahn.

Beim Straßenverkehr erneuerte Bernhard seine Forderung nach dem Bau des Autobahn-Südrings: „Es liegen alle Fakten auf dem Tisch. Es gibt eine Machbarkeitsstudie der Autobahndirektion Südbayern vom Mai 2010 wonach der südliche Ringschluss machbar und sinnvoll ist. Sollte er nicht gebaut werden, droht München der Verkehrskollaps.“

Insgesamt stelle sich die Frage, ob angesichts der prosperierenden Münchner Wirtschaft der Zuzug überhaupt noch irgendwie steuerbar sei. Denn vom gesamten bayerischen Steueraufkommen entfallen alleine 41% auf die Landeshauptstadt.

Bei der abschließenden Brotzeit in der Landtagsgaststätte wurde dann noch lebhaft weiterdiskutiert. Beeindruckt vom parlamentarischen Hochbetrieb im Bayerischen Landtag machten sich die Vereinsmitglieder dann wieder auf den Heimweg in den Münchner Westen.

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